Winter impressions #1

Das Eis

Das Eis, das gibt’s in jeder Form,
ganz dick, ganz spitz, ganz rau
und eine Sorte schmeckt enorm,
ob Kirsche – ob Kakao.

Doch das, was Kufen blitzen läßt,
bedeckt den ganzen See
und selbst der letzte Pfützenrest,
der reicht für ein Juchhe.

Am Dach, da hängt es dutzendfach
in glitzernder Gestalt
es wächst bei Frost die ganze Nacht,
besonders, wenn’s ganz kalt.

So schnell wie es gekommen ist,
so schmilzt es auch dahin,
bevor’s jedoch zerronnen ist,
war es ein Lustgewinn.

© Klaus Ender
(*1939), deutsch-österreichischer Fachbuchautor, Poet, bildender Künstler der Fotografie

The ice, in every form,
Very thick, very pointed, quite rough
And one variety tastes enormously,
Whether cherry – whether cocoa.

But what makes skids flash,
Covers the whole lake
And even the last puddle,
It’s enough for a jug.

On the roof, it hangs dozens of times
In glittering form
It grows with frost all night,
Especially when it’s quite cold.

As soon as it has come,
So it melts also,
But before it has disappeared,
It was a pleasure.